Freitag, 30. August 2013

Viva Espana...

Drei Wochen Sprachurlaub - wie wunderschön, vor allem, weil er in Barcelona stattfand!

Barcelona ist eine traumhafte Stadt, vielleicht nicht unbedingt im Sommer empfehlenswert (laut, heiß, nicht geruchsarm), aber ich hatte vorgesorgt:

Hitze: macht mir nichts aus.
Lärm: ich suchte mir einfach ein Hotel im Norden von Barcelona - außerhalb jeglichen Trubels.
Geruch: siehe Lärm...

Unbedingt sehenswert ist das Kloster Monsterrat, in dem man La Moreneta, die schwarze Madonna, ansehen kann. Normalerweise singt immer um ein Uhr ein Knabenchor das Lied El Virolai, jedoch hatte der gerade Ferien, daher musste ich auf dieses Erlebnis verzichten. Der Anblick der Berge, in denen der Morgennebel hängt, ist sowas von schön. Wenn ich noch einmal die Gelegenheit habe hin zu fahren, dann werde ich dort übernachten...

Ausflug nach Montserrat zur schwarzen Madonna

Der Parc Güell ist ein Muss in Barcelona - auch wenn ich ihn schon oft besucht habe... Dieses Mal war ich schon um 9 Uhr da und außer einer Gruppe von Japanern war ich ganz allein...
Eine Sehenswürdigkeit, die kaum einer in Barcelona besucht, ist das Labyrinth von Horta. Mittwochs ist der Eintritt frei und man kann dort wunderbar die Ruhe genießen. Überall findet man kleine Wasserfälle und für Kinder ist das Labyrinth natürlich sehr spannend.

Der Parc Güell und der Parc del Laberint d'Horta

Die schönste Aussicht hat man von El Carmel, einer alten Bunkeranlage. Von hier kann man Barcelona in der Vogelperspektive bewundern - und zwar alleine, ohne den Rummel wie auf Tibidabo.
Zum ersten Mal habe ich die Catalanen beim Tanzen der Sardana beobachtet - einem traditionellen Kreistanz, der bei Alt und Jung sehr beliebt zu sein scheint.
Der obligatorische Besuch in Castellón bei Iván und Marina (und Matheo) darf natürlich nicht fehlen und auch dieses Mal war es wieder wunderschön mit Meer, Strand, Wandern, Picknick, Brot, Ratschen, Siesta und, und, und - aber ohne Paella! :)

Blick über Barcelona von El Carmel, die Sardana und Besuch in Castellón

Wie irr war dieser Mann eigentlich? Salvador Dalí, der am liebesten Brot (in allen Varianten), Insekten und Eier dargestellt hat - neben vielen anderen seltsamen Dingen. Ein Besuch des Theater-Museums in Figueres ist ein Genuss für Augen und Sinne...

Im Dalí Museum

Ganz besonders ereignisreich ist das Festa Major de Gràcia im Stadtteil Gràcia in Barcelona. Einige Straßen werden nach Themen geschmückt, überall treten Livebands auf, es wird an langen Tafeln gemeinsam gegessen, Trommler streifen durch die Gassen, gefolgt von wild tanzenden Menschen, am Placa del Swing (Placa del Diamant) wird gelindyhopt was das Zeug hält und am letzen Abend findet ein Feuerwerk statt, das in Deutschland schlichtweg verboten wäre... Mit anderen Worten, es steppt der Bär und es macht einfach nur Spaß!
Und wer sich für Bauwerke interessiert, dem sei die Klosteranlage Monestir de Pedralbes ans Herz gelegt. Ein Audioguide (im Eintrittspreis schon enthalten) gibt Aufschluss über viele Details und wenn man durch den beeindruckenden Kreuzgang wandelt, fühlt man sich Jahrhunderte zurück versetzt. Nachmittags ist die Kirche nicht zu besichtigen, also lieber am Vormittag vorbeischauen...

Das Monestir de Pedralbes, die fuegos artificiales und meine Unterkunft die Residence Salesiana Martí-Codolar

Schee war's. Barcelona, ich komme wieder!

Sonntag, 21. Juli 2013

Auf dem Rubihorn...

...muss man mal gewesen sein. Zumindest, wenn man im Allgäu wohnt, hat man mir gesagt. Gut, also seit heute kann ich diesen Punkt von meiner Liste streichen!

Aber der Weg hat es schon in sich: Von Oberstdorf geht es über die Seealpe in 3,5 Stunden zum Rubihorn - und zwar nur bergauf...

Danach steigen wir über den unteren Gaisalpsee wieder talwärts - nicht ohne uns in dem wirklich saukalten Wasser ein Bad zu gönnen.

Eine weitere Stunde braucht man bis zur Gaisalpe (um hier Käsknödel zu genießen) und noch einmal eine Stunde bis nach Reichenbach. Und wer meint, hier sei Schluss, hat sich geirrt: Noch eine Stunde geht für das Warten auf den Bus drauf, der fährt am Sonntag nämlich nur einmal alle 60 Minuten (immer um 36, wer die Tour auch einmal machen möchte).

Es eröffnen sich wunderschöne Blicke zum Beispiel aufs Nebelhorn.

Freitag, 19. Juli 2013

Unter freiem Himmel

Heute Nacht habe ich endlich etwas in die Tat umgesetzt, was ich schon seit langem tun wollte: Gestern Abend bin ich den Steineberg hochgelaufen, hab mir ein lauschiges Wiesenplätzchen gesucht, ein Gewitter in den weiter entlegenen Bergen beobachtet (uiuiui) und bin dann - schön in den Schlafsack eingemümmelt - eingeschlafen.

Irgendwann nachts wachte ich auf, weil es
1. kalt,
2. unbequem und
3. sternenklar war.

Belohnt wurde ich mit einem wunderbaren Sonnenaufgang in der eisigen Morgenluft.

Um 7 Uhr ging's wieder runter mit knurrendem Magen und dem Gefühl der absoluten Entspannung...

Brrr, war das kalt...

Sonntag, 14. Juli 2013

Jahrmarkt der Träume in Immenstadt

Schon vor drei Jahren gab es in Immenstadt einen Jahrmarkt der Träume (und schon weitere fünf Mal vorher, aber da war ich noch nicht im Allgäu), da hatte es jedoch so geregnet, dass bis auf den Regen nichts in Erinnerung blieb.

Dieses Wochenende fand er wieder statt und es war wie Urlaub: Gaukler, Theater, Bands, Kabarettisten, Zauberer, Stelzenläufer, Clowns oder Märchenerzähler standen auf dem Programm. Im Stadtzentrum waren Stände, die Schmuck, Seifen, Leder und natürlich Essen und Getränke (in allen Varianten) anboten.


Schön wars - und der Eintritt von 5 Euro pro Tag für den logistischen Aufwand und das Dargebotene wirklich nicht zu viel.




Auf dem Hirschberg

Die Sonne lacht schon seit Tagen vom Himmel und das merkt man auch an der Stimmung der Menschen. Jeder ist gelöst und freut sich draußen zu sein.

Natürlich muss man da, wenn man denn die Zeit hat, auf eine Wandertour gehen. Dieses Mal war es der Hirschberg in Bad Hindelang - und ich glaube, ich habe den für mich schönsten Rundweg entdeckt.

Hoch ging es über den Hirschbachtobel am Wasser entlang zur Hirschalpe, um dann über moorige Wiesen zum Gipfel des Hirschberges aufwärts zu wandern. Das Gipfelkreuz sieht man von Hindelang und jedes Mal dachte ich mir: "Da will ich mal hoch."

Die Aussicht von oben ins Tal und über die anderen Berge ist gigantisch...

Alles in allem eine gut vierstündige, abwechslungsreiche Tour - wunderschön.

Tour über den Hirschbachtobel zur Hirschalpe und Hirschberg

Sonntag, 7. Juli 2013

Wanderung zum Immenstädter Horn

Nebelschwaden zogen vom Berg ins Tal,
kurz nur die Sonne sich durch die Wolken stahl.
Die schwüle Luft erschwerte das Atmen,
blauer Himmel ließ lange auf sich warten.

So strebten wir dem Gipfel entgegen,
die Kleidung blieb an den Körpern kleben.
Man fühlte sich, als hätte man viel gemacht -
und oben tatsächlich kurz die Sonne lacht.

Wandern lässt die Seele innehalten,
hier kann der Kopf getrost abschalten.
Gedanken haben sich im Nebel verwoben,
durch den Wind sie in weit entfernte Länder stoben.

Wanderung zum Immenstädter Horn mit Einkehr in der Alpe Hochberg

Samstag, 6. Juli 2013

Maid of Orleans

Ein Song, bei dem ich meinen Vater in der Erinnerung immer noch zum Kassettenrekorder springen und den Aufnahmeknopf drücken sehe, wenn das Lied im Radio kam... Ich weiß gar nicht, wie oft er sich geärgert hatte, weil wieder ein Radiosprecher dazwischen quatschte...



Mittag - Steineberg - Stuiben: die Zweite

Um sechs Uhr morgens war ich wach - meine normale Aufstehzeit. Ich hab mich noch eine Stunde von links nach rechts gedreht und schließlich einen Entschluss gefasst: Gewandert wird!

Um halb 8 ging es los, den Mittag rauf, zum Steineberg (10 Minuten hatte ich den Gipfel ganz für mich alleine, dann kamen die Leute, die den Mittag mit der Bahn hochfahren) und schließlich zum Stuiben.

In der Alpe Mittelberg gab es eine kleine Stärkung - und auch nur eine kurze, denn es wurde ziemlich kalt und zugig da oben. Der Hochnebel, den man auch auf den Bildern sieht, verdichtete sich zu ungemütlichen Wolkenversammlungen.

Mittag - Steineberg - Stuiben


Um ein Uhr war ich wieder unten - der Tag ist erst halb rum und man hat schon drei Gipfel gemacht, während andere sich gerade erst aus dem Bett herausschälen... :)

Geburtstagsessen im Memmingen

Mein Geburtstag ist zwar schon eine Weile her, aber irgendwie haben wir es nicht früher geschafft... Daniel, das Rumpsteak war ein TRAUM - und das Klösterle absolut empfehlenswert.

Schee war's