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Sonntag, 25. Oktober 2020

Der Miesweg am Traunsee

Überall nebelt es... In der Hoffnung, dass es in Österreich anders sein könnte, machen wir uns auf den Weg zum Traunsee.
Die Sonne hat uns nur ganz kurz einen Besuch abgestattet, das tat der wunderbaren Wanderung jedoch keinen Abbruch:


Wieder einmal sind wir mit Taschenlampe ausgestattet, denn es geht durch Tunnel bergauf bis rechts der "Einstieg" in den Miesweg abzweigt.


Hier geht es steil bergab bis man unten am Wasser angekommen bei den bereit stehenden Bänken Brotzeit machen kann. Danach wandert man weiter am Wasser entlang parallel den Weg zurück, den man zuvor durch die Tunnel lief. Das ist der schöne Teil des Weges.


Holzstege direkt überm Wasser, herbstgefärbte Blätter, der ruhige Blick über den See, schmale Stiegen - das alles macht diese Wanderung zu einem Highlight!


"Ja, Mama, das war jetzt schon schön, aber als wir noch in Deutschland wohnten, da war eins besser. Weil da waren wir immer gleich da."

So ist das aus Kindermund. Da wird das Allgäu zu Deutschland und wo Niederbayern liegt, habe ich noch nicht herausgefunden...

Donnerstag, 30. Juli 2020

Am Schwarzwasser entlang

Sonntag.

Wanderwetter.

Oberallgäu - keine Chance auf einen ruhigen Ort aufgrund der vielen Ferien-Corona-Wochenend-Touristen.

Dann probieren wir halt mal die Wanderung von Riezlern nach Hirschegg.


Das ist eine wunderschöne, familientaugliche Tour fast immer am Wasser entlang mit der Möglichkeit, sich im Fluss oder auch im Kneippbecken in Hirschegg zu erfrischen.


Das erste Highlight der Wanderung ist die Naturbrücke, danach geht es Schlag auf Schlag mit vielen Wasserfällen, Strudeln und Gumpen.


Eine Wanderung mit Wiederholungspotential...

Donnerstag, 4. Juni 2020

Der sprechende Brunnen

"Was möchtest du denn heute machen?"

"Ich möchte zum sprechenden Brunnen fahren." (Anmerkung: Via Scardinga, Station 7)

"Ja, aber du kennst die Geschichte doch schon in- und auswendig."

"Ich will sie noch mal hören."

"Na gut, dann fahren wir halt nach Schärding."


"Und warum ist sie in den Brunnen gefallen?"

"Und die Maus?"

"Und was war mit Maria?"

"Und jetzt haben sie ein Gitter über den Brunnen gemacht, damit kein Mädchen mehr reinfällt?"

"Und die Maus?"

Danach sind immer noch mehr Fragen offen als vorher...😕

Samstag, 14. September 2019

Auf den Iseler und zur Wannenjochbahn

Mit der Iselerbahn geht es auf den Berg. Die Steigung, die es dann bis zum Gipfel zu bewältigen gilt, ist für unsere Tochter ganz gut zu meistern. Bis dahin ist auch noch alles spannend, schließlich hat man dann von dort einen super Ausblick, und überhaupt sind hier ganz viele Leute unterwegs, die man anquatschen kann :).


Etwas zäher wird dann die Wanderung zur Wannenjochbahn. Wir haben uns für den Weg unterhalb des Gipfels und nicht am Kamm entlang entschieden. Wir kennen beide Touren nicht und wussten nicht, ob die Tour oben lang recht ausgesetzt ist.
Einen Nachteil hat das Ganze: Obwohl der Weg ebenfalls landschaftlich recht reizvoll ist, ist außer uns kaum jemand unterwegs. Das heißt für unsere Tochter: LANGWEILIG!


Und schließlich müssen wir uns auch noch ein kleines bisschen abhetzen, weil wir die letzte Bahn nach Schattwald erreichen wollen.
Aber alles klappt. Es ist an der Bergstation zeitlich sogar noch ein Getränk drin - und einen Spielplatz gibt es auch.

Was wir gut finden: Man kann an der Iselerbahn eine Berg- und Talfahrt kaufen, die Talfahrt wird dann an der Wannenjochbahn ohne Aufpreis eingetauscht.
Unten an der Talstation erhalten wir Informationen, wann uns der Bus zurück ins Oberjoch fährt und schon wieder bleibt Zeit für einen schnellen Kaffee und eine Suppe im Café s'Wannenjoch.

Insgesamt zwar ein gefühlt stressiger aber richtig schöner Ausflug.

Sonntag, 13. Mai 2018

Camping die erste!

Seit Dezember begleitet uns ein T5 durch den Alltag. Und nun haben wir auch endlich neue Matratzen und können losstarten. Mit dem Service der Polsterei Brunner, die unsere Matratzen anfertigten, sind wir mehr als zufrieden - nicht nur preislich, sondern auch, weil das Familienunternehmen freundlich mit den Kunden umgeht und Aufträge schnell erledigt. Etwas länger muss man auf die Matratzen warten, wenn ein Bezug angefertigt werden muss - bei uns waren es dann knapp zwei Wochen.

Noch sind wir vorsichtig und begeben uns zum Übernachten in den näheren Umkreis. Nicht wegen uns, sondern weil wir noch nicht ganz sicher sind, wie unserer Tochter - deren Lieblingsbeschäftigung schlafen ja gar nicht ist - das Übernachten im Bus gefällt.

Daher geht es zuerst nach Bad Tölz, dann zum Übernachten nach Fall bei Lenggries.

Nachtstellplatz in Fall bei Lenggries:

Der Stellplatz ist ein kleines bisschen versteckt, wenn man die Augen offen hält, findet man das Schild aber ohne Probleme. An zwei Automaten kann das Ticket gelöst werden, eine Übernachtung kostet 4 Euro. 
Es handelt sich um ein kleines Waldstück, in dem die Wagen immer etwas geschützt durch die Blätter abgestellt werden. Bei uns hat es zu regnen begonnen und unser ausgefahrenes Dach war kaum nass - so dicht ist das Blätterwerk schon.
Es gibt eine Toilette und auch eine Möglichkeit, sein Schmutzwasser los zu werden (2 €). das wirklich einzig nervige war unser Nachbar gegenüber, der mit einem Bühnenstrahler auch noch unseren Wagen ausleuchten musste...
Ach ja, der Jäger von Fall, ein Resaurant gleich in der Nähe, ist unbedingt zu empfehlen. Wir haben dort gefrühstückt und obwohl am Sonntag normalerweise Frühstücksbuffet ist, war es für die nette Bedienung überhaupt kein Problem, uns ein "normales" Nicht-Buffet-Frühstück" zuzubereiten.

In der Nähe von Fall ist der Sylvensteinstausee. Von dort fuhren wir am Sonntag weiter zum großen Ahornboden im Karwendel.


Das Planschen am Samstag an der Isar ist wunderschön, man hat das Gefühl, dass man sich am Meer befindet, denn wunderbar weicher Sandstrand ist am Ufer zu finden.


Am großen Ahornboden im Karwendel schlagen wir am Sonntag auf und hier sieht die Landschaft schon ein bisschen rauer aus. Hier war ich schon letzten Sommer zum Wandern.


Der richtige Platz, die Seele baumeln zu lassen...


...und die Natur zu entdecken. Für Kinder ist hier - außer ein paar leichteren Wanderwegen - auch einiges geboten: ein schöner Spielplatz, Wasser und Naturerklär- und -aufklapptafeln.

Und wer hätte es gedacht: Das Schlafen im Bus gefällt unserer Tochter ausnehmend gut!

Sonntag, 30. Juli 2017

Am großen Ahornboden

Urlaub im nahen und schönen Österreich - ein Traum. Leider fing mein Urlaubswochenende erst mal mit Stau an. So ein Müll. Mein Gemurre im Auto hörte sich in etwa so ein: "Was für eine sch... Idee aus einem Urlaubsgebiet durch ein Urlaubsgebiet in ein Urlaubsgebiet zu fahren. Schwachsinn. Und das am ersten Ferienwochenende. So ein Mist. (... Beliebig fortsetzbar!)"


Nun gut, mehr als 6 Stunden später kam ich im Karwendel an. Ein Traum. Überwältigend. Wunderschön. Die Natur im sommerlichen Überschwang:


Da meine bereits vor Stunden angekommenen Mädels nicht auffindbar waren, machte ich gleich mal meine erste Tour zur Binsalm hoch.


Ein wunderbarer Sommerspätnachmittag bescherte mir ein einzigartiges Erlebnis, so dass ich die Anfahrt hinter mir lassen konnte.



Übernachtet haben wir im Alpengasthof Eng. Für Wanderungen ein idealer Ausgangspunkt, der Service an der Rezeption durch den Hacker-Pschorr-Typen (unser Spitzname) ist schwer ausbaufähig:

"Würden Sie gleich zahlen?"
"Ja, das kann ich machen. Mit Karte bitte."
"Mir wäre es lieber, Sie zahlen bar."
"Mir wäre es lieber, ich zahle mit Karte."
"Nein, das ist mir nicht recht. Zahlens doch bar."
"Gibt es hier in der Nähe einen Geldautomaten?" (Wohlwissend, dass es keinen gibt.)
"Nein, leider nicht."
"Dann zahle ich mit Karte, so wie es hier auch steht, dass es möglich ist."
"Zahlens doch bar, sonst muss ich Sie anmelden."
"Ja, dann melden Sie mich an."
"Da muss ich erst die Chefin fragen."
15 Minuten später taucht er wieder auf. Macht die Formalitäten. Fragt nicht nach meinem Ausweis. Lässt mich all meine privaten Daten VOR den anderen Kunden sagen (einen Anmeldebogen kennen sie da wohl nicht), gibt mir keine Tipps, keine Essenszeiten, kein Hinweis auf das Zimmer. All das muss ich selbst erfragen...

Das Essen im Restaurant ist aber sehr gut (Kartenzahlung erst ab 25 Euro), der Wein auch. Die Sauna ist überschaubar aber ausreichend (frische Gläser für das Erfrischungswasser werden - vor allem zum späteren Nachmittag - nicht mehr aufgefüllt), das Zimmer ist zweckmäßig, das Bad etwas älter, eine Art Generator summte die ganze Nacht munter vor sich hin. Für wenige Nächte ist die Unterkunft total in Ordnung, angeblich haben sie auch neuere Zimmer - vielleicht hatten wir da einfach kein besonderes Glück.


Am nächsten Tag hatten wir uns alle gefunden und wanderten zur Falkenhütte in 1848 Metern Höhe.
Ein kurzer Nieselregen begegnete uns auf dem Weg, ansonsten verdünnisierten sich die Wolken zum Mittag hin.


Die Höhensonne ist natürlich auch hier nicht zu unterschätzen - auch wenn sie sich hinter Wolken versteckt. Aber als geübte Wanderer (oder gebrannte Kinder) haben wir fleißig gecremt - und dabei einer Kuh beim Yoga zugeschaut (siehe Bild oben).


Der Weg zur Falkenhütte ist ein gut gehbarer und sehr variantenreicher. Immer wieder entdeckt man neue Ausblicke und wunderbare Natur.

Also Karwendel - ich komme gerne wieder; auch für länger...

Dienstag, 3. Januar 2017

Hurra, es hat...

...geschneit. Pezibärs Worte sind 30 Jahre später immer noch in meinem Kopf, wenn ich morgens aufstehe und eine total verschneite Landschaft vor mir sehe.


Wunderschön schaut es gerade aus und die Sonne lässt sich nicht lumpen.


Youtoube sei Dank, es gibt die Familie Petz sogar noch in den Tiefen des Internets. Alle, die als Kinder österreichische Sender empfangen konnten, werden sich erinnern:


Zusammen mit der Familie Barbapapa wurden wir Kinder ins Bett gebracht. Zwei Betthupferl mit Tradition also...

Montag, 23. Mai 2016

Urlaub in Österreich

Eigentlich waren wir in der Steiermark - jedoch nur einen Steinwurf von Kärnten entfernt, und zwar in der Turracher Höhe am Turrachsee in einem wunderschönen Chalet aus Holz. Unser Chalet hatte alles, was man sich wünschen konnte: Vier (!) Schlafzimmer, drei Toiletten, eine relativ große Küche mit Mikrowelle, Spülmaschine - und ein Jacuzzi sowie eine Infrarotkabine. Im Winter ist es dort sicher herrlich und auch jetzt haben wir den Aufenthalt sehr genossen. Der einzige Nachteil war, dass KEINE der Bergbahnen fuhr und wir keine Wanderunterlagen von den Damen der Rezeption erhielten (zu dieser Zeit darf man hier eh nicht wandern). Man kann es sich bei der Information der Gäste auch einfach machen.

Zuerst wurde um den Turrachsee gewandert, bei der Ankunft bei 30 °C, am nächsten Tag nur noch gefühlten 8 °C (daher auch ohne Fotos):


Der Vorteil, wenn man in der Vor-Vor-Saison antanzt: Man ist gaaanz alleine - überall :)

Der nächste Morgen begrüßte uns mit Schnee! Ja, ja, so ist das in den Bergen, vor Überraschungen ist man nicht gefeit. :) Wir fuhren einfach nach Kärnten - da darf man nämlich wandern, auch wenn es außerhalb der Saison ist (hier ist man in der Vor-Vor-Saison nicht alleine, haben schon mehrere Menschen gemerkt, dass der Ossiacher oder auch der Millstätter See wunderschön sind). Und Schnee gab`s auch keinen...

In Feldkirchen machten wir unseren ersten Halt und einen wunderschönen Spaziergang zum Flatschacher See:


Es war genau die richtige Jahreszeit für diesen Weg, das Grün war atemberaubend.


Am Flatschacher See ließen wir uns das Mittagessen im Seemandl schmecken - sehr lecker!

Am Flatschacher See, Blick aus dem Fenster des Chalets - mit schneebestäubtem Gipfel

Obervellach war unser nächstes Ziel und hier die Groppensteinschlucht, ein wunderschönes Erlebnis!


Der Eintritt kostete 6 Euro, der Weg ist sehr gut gepflegt und man kommt aus dem Staunen ob der Schönheit der Natur gar nicht mehr heraus.


An der Stelle muss man auch den wunderbaren Bauernladen Walter erwähnen. Dort kehrten wir VOR der Wanderung ein (man muss sich ja stärken). So was Feines hat man selten gegessen. Überschwänglich kauften wir kurzerhand den ganzen Laden auf... Nun gut, ein bisschen was haben wir übrig gelassen! Das Brot ist superfein, die Salami ein Gedicht, die gemischte sauerne Wurstplatte unbeschreiblich.
Ein Muss für alle Hungrigen!

Der letzte Tag unseres Urlaubs brach an. Wir wollten noch das Wahrzeichen des Millstätter Sees sehen - beziehungsweise eigentlich der Berge um den See - das Granattor.

Dafür fuhren wir über Lammersdorf zur Lammersdorfer Hütte. Die letzten 5 Kilometer ist die mautpflichtige Lammersdorfer Alpstraße (5 Euro). Von hier aus erwanderten wir den Enzian-Granatsteig, einen Rundweg, der mit 3-3,5 Stunden ausgezeichnet ist.


Enziane gibt es unglaublich viele. Der Weg trägt den Namen zurecht. Das Wetter war spannend: Rund um unseren Standort regnete es und wir wanderten wie in einer Seifenblase, aus der hin und wieder ein paar Tropfen auf uns rieselten.


Ein kleines Schneefeld musste auch überquert werden.


Und ausgerechnet am Gipfel trafen uns doch ein paar mehr Regentropfen. Trotzdem - wunderschön dort oben. Der Vorteil des Regens ist klar ersichtlich: Wir waren da oben ganz alleine (der Nachteil: es war saukalt).


An den Ruhebänkchen kann man schon erkennen, dass es hier oben zur Hauptsaison ganz schön zugeht. Aber die Fotos zeigen: Wir waren wettertechnisch noch immer auf der besseren Seite.

Mit dieser wunderbaren Wanderung war der Urlaub auch schon wieder zu Ende. Ich wage zu behaupten: Kärnten, das war nicht das letzte Mal (Steiermark, du hattest deine Chance).