Donnerstag, 21. September 2017

Der Geburtstagssommer

Meine Nichten und Neffen haben alle im Juli und August Geburtstag. Es kommt immer so plötzlich - und dann ist der Geburtstag vorbei und ich weiß immer noch kein Geschenk.

Nun gut, besser spät als nie.

Also habe ich mich hingesetzt und etwas genäht, das ich schon lange ausprobieren wollte:

Eine Schnabelinabag.

Uff, ist das ein (für mich) elendlanges Projekt. Ich brauche schon 1,5 Stunden fürs Zuschneiden und die vielen Verstärkungen aufzubügeln. Und für das Nähen muss man noch einmal etwa 5 Stunden rechnen. So lange Sachen sind beim Nähen eigentlich gar nicht meins.

Aber toll aussehen tun sie, die Schnabelinabags:


Das ist die Variante 1. In genau meinen Farben, von mir sofort geliebt, aber nur kurz, weil es ja schon bald weitergeschickt wird...


Variante 2: Ganz anders, weniger verspielt, auch Potenzial zu einem Lieblingsteil.

Sollte ich noch einmal eine Schnabelinabag nähen, dann gibt es hier noch ein paar Anregungen:
  • Ich habe Decovil I zum Verstärken der Außenteile und des Bodens verwendet. Das ist eindeutig zu starr und ganz gewaltig schwierig beim Wenden. Dafür gibt es wunderbaren Stand für die Tasche. Nichts desto Trotz würde ich das nächste Mal H 630 verwenden.
  • Da ich eben Decovil I verwendete, schnitt ich das Vlies ohne Nahtzugabe zu. Dabei kann man relativ großzügig zurückschneiden, ansonsten wird es vor allem beim Zusammennähen echt schwer.
  • Die Anleitung ist hervorragend und ausführlich. Manchmal nervt das Herumspringen im E-Book, da es so viele Varianten gibt, aber einige Techniken nur bei der ersten erklärt wird. Naja, Jammern auf hohem Niveau.
  • Die Gurtbänder sind mit Bund-Vlies hergestellt.

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